Performatives Kollektiv

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November 2018

0,100!


„0,100!“ interveniert im Herbst 2018 mit einer Theateraktion aus Szene, Chorus und Choreografie. Mit der Intervention agitieren Die Happy Few für Realutopien, öffnen den Vorstellungshorizont zum Machbaren und ermutigen zum selbstermächtigten Handeln.

„0,100!“ untersucht die Ereignisse und politischen Folgen der November-Revolution 1918 in Deutschland als Referenzpunkt aktueller Aufstände und Protestbewegungen. Wer waren die Akteure der Räterepubliken in München und Bremen? Worin bestanden ihre utopischen Befreiungsversuche? Warum duldete und duldet bis heute eine über Ideologiegrenzen hinweg existierende anti-libertäre Haltung keine anarchische Selbstregulierung (so in bürgerlicher Demokratie, Faschismus, Kommunismus, Neoliberalismus)?

In einem künstlerischen Selbstversuch befragen Die Happy Few die Bereitschaft zur anarchisch-libertären Gegenhegemonie und Weltenrettung. Weitere Beispiele in der historischen Kette der Rebellionen – wie jene der Zapatisten und Indignados – werden dabei als Vorbilder herangezogen. Wer sind gegenwärtig die revolutionären Subjekte? Wo bilden und lassen sich Gegenhegemonien gründen? Was sind konkrete Modelle einer realutopischen Transgression gegenüber einer imperialen Produktions- und Lebensweise, die fest in der Alltagspraxis verankert ist?

„0,100!“ ist als Agitprop-Theater das Medium einer zeitgemäßen, libertären Selbstermächtigung, um für die realutopische Neugestaltung auf Basis einer anarcho-libertären Graswurzelbewegung Propaganda zu machen. Die Theaterform des Agitprop ist dafür das geeignete Megaphon. Das Agitprop kann von jeder/m gemacht werden und ist für jede/n gemacht. Finde deinen Weg! Wolle alles! Vorwärts!

„0,100!“ ist eine Weiterentwicklung von „Agitprop für alle!“, das im September 2017 zur Bundestagswahl deutschlandweit aufgeführt wurde. Mit dem „Agitprop für alle!“ traten Die Happy Few auf Wahlkundgebungen aller etablierten Parteien von DIE LINKE bis zur AfD auf– spontan, ungefragt, ohne offizieller Programmpunkt der Wahlveranstaltungen zu sein.


Weitere Informationen zur Re-Vitalisierung des Agitprop-Theaters:
www.agitpropfueralle.de


Mit: Domes, Neupert, Schlichting, Schmidt, Schnaegelberger, Schneider, Wiegand, Wilcken und Williams.


2/17

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